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3. Preis    
 Video der Generationen 2005

Agnes: Es hat sich gelohnt so lange zu leben von Astrid Schomäcker, Helmuth Bauer und Agnes Bartha, 17, 62 + 80 Jahre, Berlin, 45 Min.

Inhalt:

Ein junges Filmteam trifft in Budapest zwei ehemalige Zwangsarbeiterinnen. Eine Begegnung mit Folgen: Noch im Herbst des gleichen Jahres suchen die Jugendlichen gemeinsam mit Agnes Bartha das damalige Frauen-KZ Ravensbrück auf, wohin sie zusammen mit ihrer Freundin deportiert wurde.

Ein Film, der davon erzählt, dass die heutige Jugend zwar mit einer Aufgabe, aber nicht mit Schuld belegt ist.

Preisverleihung mit der Bundesministerin für Familie,Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, Juni 2005

Jurybegründung:

Deutsche Jugendliche treffen die ehemalige Zwangsarbeiterin Agnes Bartha: eine faszinierende Persönlichkeit und Zeitzeugin, die sich immer wieder in den Dienst der Aufklärung stellt ohne anzuklagen.

Trotz ihres schweren Schicksals ist Agnes eine lebensbejahende Frau. Die Filmemacher stellen sie in den Fokus ihrer Dokumentation und besuchen mit ihr das ehemalige Konzentrationslager Ravensbrück.

Der Film zeigt den lebendigen Dialog zwischen Jung und Alt sowie einen ökumenisch geprägten Ansatz der Begegnung zwischen den Religionen und Nationen. Ein positiver, medialer Ansatz zu einem wichtigen Thema, bei dem die Jugendlichen auch wesentlich am Schnitt, den Texten und der musikalischen Untermalung beteiligt waren.

Eine filmische Begegnung von Vergangenheit und Zukunft, von Deutschen und Ungarn, vom Verzeihen und Verantwortung und von Jung und Alt.

„Begegnungen mit der Vergangenheit – für die Zukunft“ (Projektleiter Dr. Helmuth Bauer)

Darüber habe ich noch nie erzählt. Ich habe es immer noch nicht verarbeitet.

Das ist wie eine Mauer. Aber irgendwie muss ich da durch. Der Stein fängt an zu bröckeln.

(Unsere Interviewpartnerin am 30.September 2006 beim Besuch des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück)

An alle Spandauer Kirchengemeinden

 

Nach den Begegnungen unserer Konfirmanden mit jüdischen, ungarischen und polnischen ehemaligen KZ-Häftlingen in den Jahren 2002 – 2005 haben wir jetzt ein Projekt erarbeitet, das in der unmittelbaren Nachbarschaft der Evangelischen Lutherkirche angesiedelt ist:

 

Unsere Jugendlichen begegnen in ihrem eigenen Lebensumfeld älteren Menschen, die bis heute unter den Folgen von Krieg, Deportation und Vertreibung leiden. Sie hören Menschen zu, die bereit sind, über ihre schmerzlichen Erlebnisse und über den Verlust von Verwandten und Freunden durch Kriegseinwirkungen zu reden. Sie beschäftigen sich mit diesem Thema, und lernen auf eine ihnen gemäße Weise Interviews zu führen, die dann in Ton-, Bild- und Filmaufnahmen festgehalten werden.

 

Ziel ist wie in den vorangegangenen Projekten  eine Dokumentation von Jugendlichen für Jugendliche nicht nur über bis heute anhaltende Folgen der Nazizeit, vielmehr wollen wir Modelle entwickeln, die auch für andere Einrichtungen der Jugendbildungsarbeit Ansätze zur Bearbeitung dieser schwierigen Thematik aufzeigen können.

 

Unser Projekt wird von der Familien- und Jugendstiftung des Landes Berlin „respectABel“ und vom Kreiskirchenrat Spandau großzügig gefördert. Wir laden alle Jugendlichen der Spandauer Kirchengemeinden ein, am Samstag, den 25. November 2006 zum

 

  • 6. berliner jugendform im Abgeordnetenhaus Berlin zu kommen.
  • Wir stellen dort unser Projekt vor, und zeigen um
  • 12 Uhr den dabei entstanden Film „Der Stein beginnt zu bröckeln“.

     

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