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Hier gibt es interessante Hinweise und Infos zum Thema Klimaschutz
 


Solarenergie ist die günstigste Energienutzung

Immer wieder hört man in der Presse, bei einigen Wirtschaftsverbänden, bei einigen Parteien und Politikern, die Solarenergie sei teuer, die armen Stromverbraucher würden die reichen Solaranlagen- besitzer bezahlen, die Energiewende sei teuer und die Verbraucher müssten sie bezahlen.

Ist das wirklich so?       hier gibt es einige Fakten, welche in der Presse kaum Gehör finden.

 


Es ist fünf nach zwölf - der Klimawandel gerät zur Klimakatastrophe.

Ein Bericht von Peter Kranz

                                                               hier als pdf zum runterladen

Vorwort

Ich bin kein Klimawissenschaftler, aber seit über 20 Jahren auch als ehemaliger Spandauer „Umweltpfarrer" sehr besorgt über die Gefahren des Klimawandels. Mehrmals hatte ich Professor Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in meine damalige Spandauer Luthergemeinde zu Vorträgen eingeladen. Auf mein Betreiben hin wurde auf das Dach des Pfarrhauses die erste Photovoltaik-Anlage auf ein Berliner Kirchengebäude gesetzt. Schon vor 20 Jahren warben wir eindringlich um Energieeinsparung. Unser privater Stromverbrauch wurde radikal auf Energiesparbirnen umgestellt. Es ging uns weniger um den finanziellen Spareffekt, der beachtlich war, als vielmehr ums Energiesparen. Als wir 1987 ins Pfarrhaus umzogen, bekamen wir von Freunden eine große Energiespar-Kugelbirne für die Küche. Sie hielt fast 20 Jahre.

Mit Konfirmanden machten meine Frau und ich kreative Energiesparprojekte. Z.B. Drangen wir - begleitet von einem Pressefotografen in Gaststätten ein, schraubten, ohne den Wirt zu fragen, eine Glühbirne aus und setzten eine Energiesparbirne ein. Den erbosten Wirt konnten wir von der Sinnhaftigkeit unserer Aktion überzeugen und ihn verpflichten, alle Glühbirnen im Restaurant gegen Energiesparbirnen auszutauschen. Den Kindern machten solche Aktionen Spaß, zumal sie am folgenden Tag mit einem Foto in der Lokalpresse zu finden waren. Wir protestierten als Kirchengemeinde gegen den Betrieb von Atomkraftwerken und blockierten mit der Aktion „Berliner Christen nach Gorleben" einen Castor-Transport, weil wir von der Unvereinbarkeit von Stromgewinnung aus Atomkraft und aus erneuerbaren Energien überzeugt waren. Das ist 15 - 20 Jahre her.

Mich hat das Thema nicht mehr losgelassen, weil der Klimawandel so einschneidende Folgen für das Leben auf der Erde haben wird, wie kein anderes Ereignis seit der letzten Eiszeit. Und heute wissen wir, daß die Klimaerwärmung unumkehrbar ist und schneller und dramatischer als vorhergesagt verläuft. Ich gehöre wahrscheinlich zur letzten Generation, die sich - zumal in Mitteleuropa lebend - noch relativ unbelastet vom Klimawandel von der Erde verabschieden wird. Im März 2010 ist mein jüngstes Enkelkind, Samuel, geboren. Seine Generation wird das ausbaden müssen, was wir und unsere Vorfahren an Klimaschädigung verursacht haben. Und sie werden es schwer haben. Sie müssen das schaffen, was wir anzugehen versäumt haben. Unsere Kinder und Enkelkinder müssen in relativ kurzer Zeit ihre Lebensweise verändern: weg von Erdöl, Kohle und Erdgas. Das wird alle Lebensbereiche betreffen. „De-Karbonisierung" wird in zehn Jahren das wichtigste Schlagwort sein.

Das Scheitern von Kopenhagen

Zwischen Februar und Mai des Jahres 2007 wurden die Berichte der drei Arbeitsgruppen des Weltklimarates (IPCC) „Wissenschaftliche Grundlagen", „Auswirkungen, Anpassungsstrategien, Verwundbarkeiten" und „Verminderung des Klimawandels" und im November 2007 der „Synthesebericht" der internationalen Öffentlichkeit vorgelegt. Im April 2008 wurde er ergänzt durch das „Technische Papier über Klimaänderung und Wasser". Damit war sechs Jahre nach dem 3. Sachstandsbericht (TAR) der 4. Sachstandsbericht (4AR) zum Weltklimawandel veröffentlicht. Gegenüber dem 3. Sachstandsbericht werden die Risiken der Verwundbarkeit des Weltklimas mit größerer Sicherheit eingeschätzt und die Besorgnis deutlicher formuliert. Viele einzigartige Ökosysteme sind bei einer globalen Temperaturerhöhung von 1,5 - 2,5°C in besonderer Weise bedroht. Mit hoher Sicherheit wird der über viele Jahrhunderte anhaltende Anstieg des Meeresspiegels voranschreiten, nicht nur verursacht durch die thermische Ausdehnung des Wassers, sondern auch durch das Abschmelzen des Grönländischen und Westantarktischen Eisschildes. Mit höherer Sicherheit kann die Zunahme extremer Wetterereignisse (Trockenheit, Hitzewellen,

Starkregenperioden mit großen Überschwemmungen) vorausgesagt werden. Gefährdet sind vor allem die ökonomisch schwachen Regionen in der Nähe zum Äquator, sowie die großen Deltagebiete. Mit fortschreitender Klimaerwärmung werden die Nettokosten erheblich steigen. Sollte die globale Erwärmung auf 2,0 - 2,4°C begrenzt werden, müßten die globalen CO²-Emissionen bis 2050 um 50 - 85 % gemindert werden. Vor 2020 müßte eine Trendwende der CO²-Emissionen erfolgen.

Die dringlichen Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels wurden in mehreren Klimakonferenzen vorbereitet und sollten dann in Beschlüsse der Weltklimakonferenz im Dezember 2009 einmünden. Alle weltweit wichtigen Umwelt-, Klima- und Sozialen Organisationen mobilisierten nach Kopenhagen. Alle weltweit wichtigen Klimaexperten von Al Gore bis zu den Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) stellten ihr Wissen zur Verfügung, um als Verhandlungsziel der Klimakonferenz die 2-Grad-Grenze und verbindliche Schritte zur Erreichung dieses Zieles zu erreichen, inclusive einer bedeutenden finanziellen Unterstützung der armen Länder zur Bewältigung der Klimafolgen. Und dann erlebten wir das Scheitern in Kopenhagen. Die Weltklimakonferenz, im Vorfeld als Hopenhagen bezeichnet, geriet zu Flopenhagen. Nicht einmal auf verbindliche Schritte zur Begrenzung der Erwärmung auf 2°C in diesem Jahrhundert konnte man sich einigen. Nichts wurde beschlossen, so als ob es keinen dringenden Handlungsbedarf gäbe. Und am stärksten blockierten die Staaten, die die weltweit größten CO²-Emittenten sind: China und die USA. Große Umweltverbände nannten das Ergebnis ein „Debakel", für den BUND war „Kopenhagen" eine „bittere Enttäuschung", eine Ohrfeige" und eine „Bankrotterklärung".Ein Greenpeace-Vertreter bezeichnete „Kopenhagen" als „Schauplatz eines Verbrechens", das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sieht einen „Fehlschlag".

Eine stümperhafte Konferenzleitung durch den offenbar überforderten dänischen Ministerpräsidenten und die Partikularinteressen der beiden größten CO²-Emittenten, USA und China, führten zu diesem blamablen Ende. Aber auch die EU und die Bundeskanzlerin waren nicht in der Lage, mit konkreten ambitionierten Zielsetzungen und großzügigen finanziellen Angeboten für die ärmeren Länder vorneweg zu gehen. Zuletzt wurden sie von den USA, China und den großen Schwellenländern Indien, Brasilien und Südafrika ausgebootet. Wertvolle Zeit ist verloren gegangen. Wir bewegen uns vom Klimawandel zur Klimakatastrophe.

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