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Jugendmedienprojekt
"Begegnung mit der Vergangenheit/Begegnung mit der Zukunft" Projektleiter: Dr. Helmuth Bauer (Tel. & Fax 030 / 475 30 813)
Wir erstellen z.B. Filme und Ausstellungen zum Thema und besuchen die Orte der Vergangenheit. Unten (bitte runterscrollen) sehen Sie einige Beispiele unserer Arbeit der letzten Jahre:
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Zwei Filme über die Ravensbrückerin Ágnes Bartha mit Jugendlichen produziert für Jugendliche Ágnes: Wir müssen uns öffnen, damit etwas bleibt. Film von Helmuth Bauer und Lea-Rosa Lambeck. 43 min, Farbe. Berlin 2004.
Eine Gruppe von Jugendlichen aus dem Ökumenischen Zentrum und aus der Wilhelm-Leuschner-Oberschule in Berlin-Spandau begleitet an Ostern 2002 Ágnes Bartha an die Orte ihrer Kindheit und Jugend in Ungarn und auf dem Weg, den sie im Herbst 1944 bei ihrer Deportation ins Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück und zur Zwangsarbeit bei Daimler-Benz zurücklegen musste. Die Jüdin Ágnes erzählt den deutschen „Urenkeln“ ihre Geschichte und sagt: „Das Wichtigste für uns Überlebende ist, dass sich die Jugend in Deutschland mit unserem Schicksal beschäftigt.“ Die 16-jährige Lea-Rosa Lambeck erzählt den Film
Ágnes: Es hat sich gelohnt, so lange zu leben Film von Astrid Schomäcker und Helmuth Bauer. 43 min, Farbe. Berlin 2004. 3. Preis beimBundeswettbewerbVideo der Generationen 2005, Nürnberg weitere Infos hier
Deutsche und ungarische Jugendliche begleiten im Herbst 2002 Ágnes Bartha an die Orte, wohin die ungarische Jüdin im Herbst 1944 aus ihrer Heimat deportiert wurde. Im Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück, in der Genshagener Heide bei Ludwigsfelde und auf der Todesmarschstrecke erzählt sie den „Urenkeln“ ihre Geschichte von KZ-Haft und Zwangsarbeit für Daimler-Benz. In Ravensbrück feiern sie gemeinsam Schabbat und den 80. Geburtstag von Ágnes. Ein heilender Prozeß für Ágnes und befreiende Begegnungen für beide Seiten. Die 16-jährige Astrid Schomäcker erzählt den Film.
Beide Filme sind im Jugend-Medien-Projekt des Ökumenischen Zentrums Spandau „Begegnung mit der Vergangenheit-für die Zukunft“ entstanden.
Sie thematisieren auf konkrete Weise die Bedeutung von Erinnern und Gedenken sowohl für die Zeitzeugin als auch für die Jugendlichen. Da die Erfahrungs- und Gefühlswelt der Spandauer Schülerinnen beim Umgang mit dieser Thematik in die Entstehung der Filme eingeflossen ist, entfaltet sich eine ganz persönliche Sichtweise, die Anknüpfungspunkt für weiterführende Fragen in der politischen Bildungsarbeit gerade unter Jugendlichen sein kann. Zum 60. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück bieten wir die Filme für Schulen, Kirchengemeinden und Jugendgruppen an.
Kontakt: Dr. Helmuth Bauer (030) 47530813; e-mail: helmuth.bauer@web.de
Ausstellung des Jugendmedienprojektes im Frühjahr 2005:
„Begegnung mit der Vergangenheit – für die Zukunft“
über den Warschauer Aufstand 1944 und über 7 Frauen,
die als junge Mädchen aus Warschau ins KZ Ravensbrück und zur Zwangsarbeit bei Daimler-Benz deportiert wurden.
Diese Frauen waren am 18. April 2005 zum 60. Jahrestag ihrer Befreiung bei uns zu Gast, und fühlten sich durch unsere Einladung und die Ausstellung sehr geehrt. Ihr größter Wunsch ist, dass die Jugend in Deutschland sich mit ihrer Geschichte beschäftigt, dass ihr schweres Schicksal nicht in Vergessenheit gerät und wir alles tun, um Rechtsradikalismus und Rassismus in Deutschland entgegenzutreten.
 Warschauerinnen werden aus ihrer Heimatstadt deportiert
Halina, Eugenia, Janina, Alicja, Romualda, Wanda und Henryka haben ihre Fotos, Erinnerungsstücke, Dokumente und Berichte an Elena, Miriam, Maxi, Tobias, Monika und Helmuth übergeben, damit ihre Geschichte in unserer Ausstellung auch für Jugendlichen aus anderen Kirchengemeinden, Schulen, Vereinen zu sehen ist. Astrid zeigt in einer Tafel unsere Arbeit der vergangenen 3 Jahre mit Ágnes Bartha. Zur Vereinbarung eines Besuchstermins oder bei Interesse an Mitarbeit rufen Sie bitte den Leiter unseres Jugend-Medien-Projekts
Die Ausstellungen können ausgeliehen werden
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Weitere Projekte:
Beim 58. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück im April 2003 lernten unsere Jugendlichen im Rahmen der Präsentation ihrer Ausstellung „Sehen und Verstehen“ (zuerst zu sehen im Paul-Schneider-Haus vom 7. November 2001 - Ostern 2002) in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück Frauen aus Warschau kennen, die während des Warschauer Aufstands im August und September 1944 zunächst nach Ravensbrück, und dann zur Zwangsarbeit in das KZ-Aussenlager „Daimler-Benz-Genshagen“ deportiert worden waren.

Wir hatten im April 2005 diese Frauen zu einem Besuch in Berlin, Ravensbrück, und Ludwigsfelde/Genshagen eingeladen, und bereiteten zum 60. Jahrestag der Befreiung die Ausstellung über die Geschichte dieser Frauen im Paul-Schneider-Haus des Ökumenischen Zentrums vor. Die Warschauerinnen haben bei ihrem Besuch gesehen, dass
„die Jugend in Deutschland sich mit dieser Geschichte beschäftigt“ -
so hat Ágnes Bartha, ungarische Jüdin und Freundin der Malerin Edit Kiss, formuliert, was für die wenigen heute noch lebenden ehemaligen Häftlinge das Wichtigste ist.
Der Aufstand der Polnischen Heimatarmee (armia krajowa) im August und September 1944 war der verzweifelte Versuch, ein Freies Polen ohne deutsche oder sowjetische Besatzung zu schaffen. Die Niederschlagung des Aufstands, die Ermordung zig-tausender, die Deportation hunderttausender Polinnen und Polen und die fast völlige Zerstörung Warschaus ist eines der schlimmsten deutschen Kriegsverbrechen im 2. Weltkrieg. Sowohl in der Bundesrepublik als auch in der ehemaligen DDR wurde die Geschichte des Warschauer Aufstands 1944 nicht behandelt und wird bis heute häufig mit dem Ghetto-Aufstand von 1943 verwechselt.
Grundlagen unserer Arbeit mit Jugendlichen
1.Erlernen von Recherche-, Interview- und Dokumentationsarbeit zur Geschichte der
NS-Verfolgung, insbesondere des Gewaltsystems der Zwangsarbeit durch Jugendliche aus dem Umfeld des Ökumenischen Zentrums, der Luthergemeinde und Schulen in Berlin und in Brandenburg.
2. Begegnungs- und Erinnerungsarbeit mit überlebenden KZ-Häftlingen aus unseren ost-europäischen Nachbarländern, die während der Zeit nationalsozialistischer Gewaltherrschaft zur Zwangsarbeit in Berliner und Brandenburger Rüstungs-Betriebe deportiert worden waren.
3. Begegnungen mit Jugendlichen aus diesen Ländern zur gemeinsamen Aufarbeitung dieser Geschichte mit dem Ziel, die Haltung der Jugendlichen zu stärken gegen jede Art von Verletzung der Menschenrechte und für den Aufbau gutnachbarlicher Beziehungen zu den Völkern Mittel-Ost-Europas.
4. Erarbeitung von Dokumentationen, Broschüren, Ausstellungen und Dokumentarfilmen, die von Jugendlichen für das Verständnis von Jugendlichen hergestellt werden, um so besser Verharmlosungstendenzen unter Jugendlichen gegenüber der Barbarei der NS-Zeit entgegenzuwirken und rechtsradikaler Gewalt entgegentreten zu können. Wir suchen noch Jugendliche zum Mitarbeiten - wer sich dafür interessiert meldet sich bei Helmuth Bauer Tel. 475 308 13
Im Ökumenischen Zentrum werden und wurden in den letzten Jahren verschiedene Jugendprojekte zum Thema Nationalsozialismus, Rasssimus und Vergangenheit durchgeführt.
- Zwei Jugendbegegnungsprojekte mit Reisen zu den Originalschauplätzen und die Herstellung von zwei Filmen (siehe oben, Ausleihbar in der Medienstelle)
- Ausstellung im Saal des Paul-Schneider-Hauses 2002 "Sehen und Verstehen" - Bilder von Deportation und Zwangsarbeit. Jugendliche erleben Edit Kiss und Agnes Bartha.
Grundlage für die Ausstellung und die Filme war die Begegnung von Jugendlichen mit der ungarischen Jüdin Agnes Bartha und mit den Bildern der Bildhauerin Edit Kiss. Beide wurden im Herbst 1944 aus Budapest ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert und von dort mit 1100 Frauen zur Zwangsarbeit ins KZ-Aussenlager Daimler-Benz/Ludwigsfelde-Genshagen überstellt. Beide haben Krieg, KZ-Haft, Zwangsarbeit und den Todesmarsch der Häftlinge aus Ravensbrück überlebt.
Edit Kiss hat unmittelbar nach ihrer Rückkehr in die Heimat 1945 ein Album mit 30 Bildern gemalt, mit denen sie sich von den tramatischen Erinnerungen an Ravensbrück und Genshagen befreien wollte. Sprechen konnte sie über diese Erlebnisse nicht. 1948 aus Ungarn in den Westen emigriert, hat sich Edit Kiss 1966 in Paris das Leben genommen.
Ihre Freundin Agnes Bartha lebt seit Kriegsende wieder in Budapest. Sie ist 50 Jahre später zum erstenmal nach Ravensbrück und nach Genshagen zurückgekehrt. Die "Wiederbegegnung" als freier Mensch mit den Orten ihrer Leiden und mit anderen überlebenden "Genshagenerinnen" aus Ungarn, Polen, Frankreich, England und Deutschland haben ihr geholfen, auch über "diese schrecklichen Zeiten" zu sprechen. Der Dokumentar-Autor Dr. Helmuth Bauer hat diesen heilsamen Prozess der Erinnerung begleitet und mit Agnes Bartha und anderen "Genshagenerinnen" seit 1992 mehrere Filme gedreht. J Im Jahre 2002 reiste eine Jugendgruppe nach Ungarn um einen biografischen Dokumentarfilm über Agnes Bartha und ihre Deportation nach Deutschland zu drehen. Sie waren dort auch Gast der jüdischen Schule. Im Herbst 2002 gab es einen Gegenbesuch der ungarischen Jugndlichen in Spandau, Ravensbrück und Genshagen. Auch Agnes Bartha war dabei. Während dieses Aufenthalts wurde der zweite Teil des biografischen Dokumentarfilms gedreht.
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8. Mai 2007 – Jahrestag der Befreiung
Gedenkfeier zur Erinnerung an das Ende der NS-Zwangsarbeit im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau, Stadtrandstraße 555
Über 40.000 Menschen mussten im Berliner Bezirk Spandau in der NS-Zeit Zwangsarbeit leisten. Inhaftiert in Lagern, schufteten sie unter menschenverachtenden Bedingungen in der Rüstungsindustrie, für Firmen wie Siemens, Deutsche Industrie-Werke und andere private und öffentliche Betriebe. Etwa 100 solcher Lager bestanden in Spandau.
Am 8. Mai 2007 wollen wir daran im Evangelischen Waldkrankenhaus in Spandau mit einer Ansprache und einer anschließenden Veranstaltung erinnern.
Um 9.00 Uhr beginnen wir mit einer Gedenkfeier am Mahnmal zur Erinnerung an die NS-Zwangsarbeit auf dem Gelände des Waldkrankenhauses. Dort spricht der frühere Spandauer Bürgermeister Werner Salomon.
Im Anschluss daran gehen wir ins Haus 11 auf dem Gelände des Waldkrankenhauses. Dort beginnt um 10 Uhr eine zweiteilige Veranstaltung zur Erinnerung an die NS-Zeit.
Im ersten Teil zeigen wir den Film „Der Stein beginnt zu bröckeln“: Jugendliche des Ökumenischen Zentrums Spandau und Helmuth Bauer begleiten eine Spandauerin bei der Suche nach Spuren ihrer Schwester, die 1944 als Zwangsarbeiterin bei Siemens verhaftet, ins KZ Ravensbrück deportiert wurde und von dort nicht zurück kam (Bild oben).
Im zweiten Teil folgt eine szenische Lesung „Augenblicke des Krieges“, die Marina Schubarth mit Schülerinnen und Schülern der Bertolt-Brecht-Oberschule in Spandau und Mitgliedern des Ensembles des Dokumentartheaters Berlin eingeübt hat.
Alle Gäste und Besucher sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Spendenkonto: Zwangsarbeit erinnern e.V., Konto 1323249300, BLZ 100 101 11
„Zwangsarbeit erinnern e.V.“ (Vorstand: Anne Hein, Rüdiger Lötzer, Ingo Wellmann). Für Infos: A. Hein. Tel. 030-3702-2048. V.i.S.d.P. R. Lötzer
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Gedenksttte Deutscher Widerstand
Einladung
Sehr geehrte Damen und Herren,
anlässlich des 62. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück
laden wir Sie herzlich ein zur
Filmvorführung mit anschließender Diskussion
Agnes: Es hat sich gelohnt, so lange zu leben
Dokumentarfilm des Ökumenischen Zentrums für Umwelt-, Friedens und Eine-Welt-Arbeit e.V. Berlin – Spandau 2004
Donnerstag, 26. April 2007, 19 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstrae 13-14,10785 Berlin, Zweite Etage, Saal A
Der Film ist im Jugendmedienprojekt „Begegnung mit der Vergangenheit – für die Zukunft“ entstanden. Ziel der seit 2001 mit Jugendlichen der Evangelischen Luthergemeinde Berlin-Spandau laufenden Projektarbeit ist es, Modelle zu entwickeln, mit denen sich Jugendliche auf eine ihnen genehme Weise mit den Themen „Deportation“ und „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ auseinandersetzen können.
Der Film wurde 2005 mit einem Preis im Bundeswettbewerb „Video der Generationen“ ausgezeichnet. In der Jurybegrndung heißt es: „Deutsche Jugendliche treffen die ehemalige Zwangsarbeiterin Agnes Bartha: eine faszinierende Persönlichkeit und Zeitzeugin, und trotz ihres schweren Schicksals eine lebensbejahende Frau. Ein positiver, medialer Ansatz zu einem wichtigen Thema, bei dem die Jugendlichen auch wesentlich am Schnitt, den Texten und der musikalischen Untermalung beteiligt waren. Eine filmische Begegnung von Vergangenheit und Zukunft, von Deutschen und Ungarn, von Christen und Juden, vom Verzeihen, von Verantwortung und von Jung und Alt.“
Projektleiter Dr. Helmuth Bauer und die beiden Filmemacherinnen Lea-Rosa Lambeck und Astrid Schomacker sind zu einem Gespräch nach dem Film anwesend.
Wir würden uns sehr freuen, Sie bei diesem – vor allem auch für Jugendliche und für Pädagogen interessanten – Filmabend begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Johannes Tuchel
Leiter der Gedenkstätte
Änderungen vorbehalten. Information unter Telefon 030/26 99 50 - 00.
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