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Über das Ökumenische Zentrum

Das Ökumenische Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit ist 1997 als gemeinnütziger Verein gegründet worden. Der Verein fühlt sich dem 1982 im kanadischen Vancouver ins Leben gerufenen weltweiten Prozess der christlichen Kirchen für Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung verpflichtet.

Ein Ausdruck dieser Verpflichtung war die von uns organisierte „Berliner Lichterkette gegen den Krieg im Irak“, die am 20. März 2003, wenige Tage vor dem Einmarsch in den Irak, quer durch Berlin von Hellersdorf bis West-Staaken reichte und weltweit in die Schlagzeilen kam. Die Lichterkette wurde von über 50 Vereinen, Verbänden, Kirchenkreisen, Gewerkschaften und Parteien getragen. Über 100.000 Menschen nahmen an dieser Protestaktion teil.

Zwei Jahre später, 60 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs, organisierten wir erneut im Verbund mit vielen Organisationen, Kirchenkreisen, der Jüdischen Gemeinde, Jugendorganisationen, Gewerkschaften und Parteien eine Lichterkette quer durch Berlin unter dem Motto „Von Deutschland aus – nie wieder Krieg, nie wieder Rechtsradikalismus, nie wieder Rassismus“, mit etwa 25.000 Teilnehmenden.

Neben solchen Aktionen richteten wir politische Ausstellungen aus:

  • 2005: „Der Berliner Bankenskandal“
  • 2006: „20 Jahre nach Tschernobyl“ und „Hiroshima – Nagasaki“
  • 2007: „Palästina – Alltag unter Besatzung“

Veranstaltungsreihen:

  • 1999/2000: „Zukunft im 21. Jahrhundert“ mit Elmar Altvater, Wolfgang Huber, Rolf Kreibich, Birgit Mahnkopf, Dorothee Sölle, Fulbert Steffensky u.a.
  • 2007/2008: „60 Jahre Staat Israel – 60 Jahre Palästina-Konflikt“ mit Reiner Bernstein, Rolf Verleger, Gideon Levy, Elik Elhanan, Reuven Moskowitz, Felicia Langer, Sumaya Farhat-Naser, Amira Hass und Uri Avnery.
  • 2008: Zur Klimaproblematik u.a. mit Prof. Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
  • 2009: Über Frauenrechte mit Necla Kelek und Seyran Ates.

Unser Mitarbeiter Dr. Helmuth Bauer führte Jugend-Medienprojekte zur Problematik von KZ und Zwangsarbeit durch mit jüdisch-ungarischen und polnischen Zwangsarbeiterinnen. Der Video-Film „Agnes – es hat sich gelohnt, solange zu leben“ erhielt 2005 den dritten Preis im Bundeswettbewerb „Video der Generationen“.

Wir unterstützen ein ländliches Bildungsprojekt in El Salvador und ein Menschenrechtsprojekt in der palästinensischen Westbank.

Am 1. September 1997, dem Antikriegstag, wurde das „Ökumenische Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-Arbeit“ gegründet. Träger ist ein Verein gleichen Namens. Das Ökumenische Zentrum orientiert sich an den Zielen der weltweiten Christen:

  • Das Ökumenische Zentrum setzt sich für friedliche Lösungen internationaler Konflikte ein und verurteilt daher die Kriege im Irak und Afghanistan. Es sieht sich an der Seite eines israelischen Staates, der der Demokratie, den Menschenrechten und dem Frieden verpflichtet ist. Dies kann nur durch einen friedlichen Ausgleich zwischen Israel und den Palästinensern gelingen mit dem Ziel eines lebensfähigen palästinensischen Staates an der Seite Israels, orientiert an der Waffenstillstandsgrenze von 1967.
  • Das Ökumenische Zentrum setzt sich für Umwelt- und Klimaschutz ein und fordert eine drastische Reduzierung der Treibhausgase mit einer engagierten Vorreiterrolle Europas. Der Übergang in eine entkarbonisierte solare Gesellschaft muss sehr schnell erfolgen, damit unsere Kinder und Enkelkinder eine lebenswerte Zukunft behalten.
  • Das Ökumenische Zentrum setzt sich für gerechte und faire Entwicklungschancen für die armen Länder ein. Es fordert eine politische Begrenzung der Macht der Transnationalen Konzerne.
  • Das Ökumenische Zentrum setzt sich für eine kritische Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Todeskultur ein. Die Lehren aus dieser Zeit der Vernichtung und des Krieges sind für uns:
    – Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus, nie wieder Rassismus
    – für Menschenrechte und Demokratie weltweit.
  • Das Ökumenische Zentrum betreibt politische Bildungs- und Aktionsarbeit zu Themen wie Klimawandel, CASTOR-Transporte, rasche Abschaltung der Atomkraftwerke, Rüstung und Waffenexporte, Irak- und Afghanistan-Krieg, gerechter Frieden zwischen Israel und den Palästinensern.
  • Das Ökumenische Zentrum organisiert Veranstaltungsreihen und politische Ausstellungen zu diesen Themen.
  • Das Ökumenische Zentrum ist Mitglied der Klima-Allianz, des Forum Ziviler Friedensdienst, der Kooperation für den Frieden und attac Deutschland.

Der Vorstand des Ökumenischen Zentrums

Vorsitzender: Peter Kranz (Pfarrer i.R.)
Stellv. Vorsitzende: Sabine Eiler-Müller
Schriftführer: Richard Nirschl
Kassenwartin: Elisabeth Kranz